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An folgendem Wochenende findet 2019 eine Wanderung zum Kreuz im Venn statt:

 21./22. September  

 

Bitte beachten:

Im Lammersdorfer Hof sollen jeweils 3 Wochen vor dem Wandertermin die Zimmer bestellt werden. Es können, wenn noch Zimmer frei sind, bis zum Wandertermin Zimmer nachbestellt werden (Lammersdorfer Hof 02473-8041). Wer aber sein Zimmer innerhalb der 3 Wochen vor dem Wandertermin abbestellt, muss 50% der Übernachtungskosten an den Lammersdorfer Hof zahlen.

Ich werde 2019 versuchen, für die Heimfahrt jeweils einen Bus zu bestellen. Der Fahrpreis beträgt je nach Teilnehmerzahl ca. 10,-- €.

Willi Bellartz

Samstag

Es geht los

Am Samstag Morgen treffen Willi, Harry und ich uns an der Grotte im Park. Dort wartet bereits Richard, einer der Erstpilger aus dem Jahr 1990. Leider kann er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr an der Wanderung teilnehmen. Nach einem kurzen Gebet geht es mit dem Glockenschlag um 8:00 Uhr über Echtz, Geich und Merode Richtung des Tagesziels Lammersdorf los.

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Treffpunkt am "Wettstein"

Der Großteil der Pilgerer trifft sich am "Wettstein" in Merode. Von dort aus geht es nach der Begrüßung und einem einstimmenden Lied auf den Weg in den Wald.

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Überraschung an der Talsperre

"Der See is fott!" - Die Wehebachtalsperre ist aufgrund von Sanierungsarbeiten an der Staumauer abgelassen worden. Dadurch kommt sogar die alte Brücke noch einmal an die Luft.
Eine gute Gelegenheit, um dort gegen 12:45 Uhr eine kleine Pause einzuschieben und ein seltenes Gruppenfoto zu machen.

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Das Merkener Kreuz

Wir verlassen Raffelsbrand, überqueren die B399 und erreichen dann um 16:00 Uhr das "Merkener Pilgerkreuz". Es wurde am 05.07.1991 aufgestellt.
Hier verweilen wir kurz und sprechen gemeinsam ein Gebet.

Die erste "Dunjahütte" und Ankunft im Hotel

Wenig später erreichen wir die erste "Dunjahütte", eigentlich eine Schutzhütte des Vereins Naturpark Nordeifel.
Obwohl uns Wachhund Baghira nicht mehr rauslassen wollte (ja ja, faule Ausrede...) zogen wir weiter, bis das erlösende Schild "Lammersdorf 1,0 Km" unsere restlichen Kräfte mobilisierte.
Die tiefstehende Sonne taucht den bunten Herbstwald in wunderschöne Farben, welche sich im strammen Gang nicht so richtig fotografieren lassen wollen - Es bleibt leider keine Zeit, um die richtigen Einstellungen zu suchen. 
Kurz vor Lammersdorf noch schnell ein Gruppenfoto, dann den letzten Anstieg an den Panzersperren vorbei, in den Ort hinein, noch einmal über die B399 - und da erscheint um 17:15 Uhr unser heutiges Ziel: das Hotel "Lammersdorfer Hof". Hier kehren die Merkener seit 20 Jahren ein, was das kleine metallene Schild am Eingang auch dokumentiert.

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Ankommen, duschen und ab ins Bett

...hätte sich der Verfasser dieser Zeilen gewünscht...
Das sahen die restlichen Pilger natürlich anders. Beim Willkommens-Els hatte wohl keiner mehr die Wanderschuhe an und es zischte in allen Kehlen.
Jetzt mussten uns leider die ersten zwei Pilger verlassen; Hunde dürfen leider im Hotel nicht übernachten. Emma und Baghira traten also mit Edmund, der deswegen extra nach Lammersdorf gekommen ist, per Auto die Heimreise an.
Duschen und fitmachen ist dann vor dem Abendessen doch noch drin.
Anschließend versuchte uns Pia davon zu überzeugen, dass gewisse Globuli (Homöpatische kleine Kügelchen) uns vor den bevorstehenden morgigen Schmerzen bewahren können - Mit mäßigem Erfolg, wie sich herausstellen wird. 

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Ein langer Tag "klingt" aus

Der Wintergarten des Gasthauses eignet sich hervorragend, um einen langen Wandertag im wahrsten Sinne des Wortes "ausklingen" zu lassen. Mit Mandoline, Mandola und Gitarre wurden die "Lieder der Merkener Wanderer zum Kreuz im Venn" begleitet - bis die Saiten rissen und darüber hinaus.
Da den Verfasser dieser Zeilen, wie bereits angekündigt, das Bett am lautesten rief, muss meine weitere Berichterstattung hier leider enden...
23:30 Uhr - Gute Nacht


Sonntag

Frühstück mit Abschied

Aufstehen, duschen, frühstücken, losgehen - sollte man meinen. Es gibt aber gewisse körperliche Zustände, die solch einfache Dinge verhindern wollen.
Trotzdem schaffen es alle, um 8:00 Uhr rechtzeitig beim Frühstück zu erscheinen. Auch die Hunde sind wieder da. Angekommen sind sie mit Wolfgang, der Steffi abholte, da die beiden am Nachmittag so ein komisches Kammerspiel mit einem gewissen Mario B. anschauen wollten. Also stand dann noch eine Verabschiedung an, aus der plötzlich zwei werden sollen.
Franks Knie schmerzte dann beim losgehen doch mehr, als erwartet. Bei solchen Touren hat die Gesundheit Vorrang und nicht das Risiko, irgendwo im Wald plötzlich auf ärztliche Versorgung angewiesen zu sein. So starten wir um 9:00 Uhr mit zwei Wanderern weniger in den stahlblauen Sonntagshimmel.

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Auf geht`s

Die erste Etappe führt uns von Lammersdorf nach Konzen. Die Beine sind noch schwer, aber jeder Schritt bringt uns näher an das Ziel.
Bereits der erste Abschnitt bei Paustenbach belohnt uns mit wunderschönen Aussichten über das sonnige Venn. An einer Brücke machen wir die erste kurze Pause. Dann geht es über große Wiesen und breite Feldwege weiter.

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Von Konzen nach Monschau

In Konzen besuchen wir um 11:30 Uhr die Kirche St. Peter und St. Pankratius, sprechen dort ein Gebet und zünden Kerzen an. Danach kehren wir kurz in eine Gaststätte ein, in der sich der Gastwirt noch an Merkener Pilgergäste erinnern kann.  Von dort aus geht es dann vorbei an Imgenbroich nach Monschau, wo uns gegen 12:45 Uhr das übliche Sonntags-Treiben in Form von unzähligen Autos, Bussen und Touristen erwartet.  Vor dem "Felsenkeller" ergattern wir einen großen Tisch, an dem wir uns zur Mittagspause niederlassen und dass ein oder andere Getränk genießen.
Wir haben an beiden Tagen noch keine einzige Wolke gesehen - Und das wird auch so bleiben!

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Die letzte Etappe

Um 14:00 Uhr starten wir die letzte Etappe. Von Dreistegen aus folgen wir der Rur. Die zweite "Dunjahütte" besetzten wir wieder singender Weise. 
Ab diesem Punkt wird der Weg beinahe unbegehbar: rutschiger Matsch und große Wasserflächen zwingen uns, auf einigen Abschnitten in den Wald auszuweichen.
Der Pfad wird erst besser, als es wieder Bergauf geht. Dort erreichen wir den teils mit blühenden Seerosen bedeckten Angelteich an der L106. Letztere nutzen wir einige Meter, um dann dem Richelsleyer Weg wieder in den Wald zu folgen.
Es folgt der letzte Aufstieg, bei dem wir die grüne Grenze nach Belgien überschreiten.
Als "Erstpilger" kenne ich das Kreuz im Venn ja nur von Postkarten und wusste nicht, welche Dimensionen mich erwarten. Als ich das Messingschild der Merkener Pilger an einem Stein entdecke (und natürlich sofort bildlich festhalte), hätte ich mich nur noch umdrehen müssen...

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Ziel erreicht!

Um Punkt 16:00 Uhr sehen wir den 80 Meter langen und 12 Meter hohen Konglomeratfelsen mit dem 6 Meter großen Metallkreuz. Darunter die Felsspalte mit der lebensgroßen Marienstatue. Ein beeindruckender Anblick.
Mein linkes Knie schmerzt schon seit Monschau und ich überlege, ob ich die 31 steilen Stufen zum Kreuz riskieren soll. Eigentlich mache ich mir mehr Sorgen, wie ich da wieder runter kommen soll...
Einige von uns gehen los, um den Aufstieg zum Kreuz auf der anderen Seite des Felsen zu erreichen. Ich gehe langsam hinterher. Als ich die Stufen erreiche, winken die anderen schon herunter. Die Mühe hat sich gelohnt: Ein großartiger Rundblick über das Venn an einem großartigen Herbstnachmittag.
Wieder zurück an der Marienstatue zünden wir Kerzen an und singen einige Lieder. Die Erstpilger erhalten bei einer kleinen feierlichen Ansprache von Willi ihre Erinnerungsmedaille.
Ungefähr 37 Km Luftlinie liegen zwischen Merken und dem Kreuz. Es streiten sich die Gelehrten, wie viele wir zu Fuss zurückgelegt haben. Man schätzt die Wegstrecke auf ca. 50 Km.

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Rückweg

Ein Stück müssen wir aber noch zurück. Der Bus holt uns an einem Parkplatz an der L106 ab. Dort angekommen, genießen wir noch etwas die Spätnachmittagssonne und die Reste unserer Verpflegung.
Willi erzählt aus den Teilnehmerstatistiken der vergangenen 20 Jahre, bis schließlich der Bus eintrifft. Dieser bringt uns erst nach Lammersdorf, wo wir im Hotel unser Gepäck wieder aufnehmen. In Merken treffen wir um kurz nach 18 Uhr ein.
Im Gepäck habe ich 630 Fotos, von denen Ihr hier eine Auswahl sehen könnt. Eine DVD mit den Bildern ist schon unter den Teilnehmern unterwegs. Sollte sie bei jemanden noch nicht angekommen sein, der möchte sich bitte bei Willi melden.

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Zum Abschluss bleibt mir nur ein Wort:
Wunderbar!

Im Jahr 2010 jährte sich die erste Wanderung von Merken zum Kreuz im Venn bereits zum 20. Mal.
Da diese Pilgertour eigentlich nur jenen bekannt ist, die bereits mitgegangen sind, möchte ich zum Jubiläum auf diesem Wege eine kleine Foto-Dokumentation veröffentlichen.

So ging es dann am 09.10.2010 um 8:00 Uhr an der Grotte im Park mit geladenem Rucksack und Kamera los.
Und ehrlich gesagt, bin ich noch nie einen ganzen Tag lang gelaufen - geschweige denn zwei...

Horst KnappVenn 003Startpunkt: Grotte im Park in Merken

Venn 559Ziel: Das Kreuz im Venn

Auf der Richelsley, einem 80 m langen und bis zu 12 m hohen devonischen Konglomeratfelsen (einzigartig im Monschauer Land) bei Reichenstein, entstanden vor über 400 Millionen Jahren, wurde am 28.07.1890 ein mächtiges Eisenkreuz eingeweiht. Pfarrer Gerhard Joseph Arnoldy, von 1869 bis 1914 in Kalterherberg tätig und Erbauer des dortigen "Eifeldoms", ließ es für 800 Goldmark auf eigene Kosten errichten zur Erinnerung an Stephan Horrichem, den "Apostel des Venns". Horrichem war 1639 bis 1686 Prior des Prämonstratenserklosters Reichenstein und unermüdlich in seiner Hilfsbereitschaft für die bedrängten Menschen am Venn während des 30 jährigen Krieges.   

Das Kreuz im Venn ist 6m hoch, 1338kg schwer und fest im Fels verankert. 31 Stufen führen hinauf zum Kreuz, in das kreuzförmige Ornamente eingeschnitten sind, an denen waghalsige Jungen frühere hochkletterten, um, auf den Querbalken liegend, weit ins Monschauer Land schauen zu können. Bei der Renovierung von 1959 wurden die Öffnungen von innen mit Eisenplatten versperrt. 
In der natürlichen Felsnische haben die Kalterherberger im September 1894 zu Ehren des silbernen Priesterjubiläums von Pfarrer Arnoldy eine Marienstatue aufgestellt. Sie ist heute noch das Ziel stiller Pilger oder von Prozessionen.  

Im Mittelalter lag die Richelsley an einer sehr belebten Handels- und Pilgerstraße, die das Land in nordsüdlicher Richtung durchzog. Von der Mitte des 15. bis ins 18. Jahrhundert fuhren hier vorbei die Wagenzüge der Kupferschläger aus Aachen und Stolberg bis nach Paris. Das Kreuz im Venn ist bekannt geworden durch den gleichnamigen Roman von Clara Viebig.  Längst ist das Kreuz ein Wahrzeichen geworden für das Land zwischen Kalterherberg und Mützenich.
Quelle: www.butgenbach.be

Venn 569

 

2000 07 20 Ablauf 10Jahre Venn

2000 07 20 Presse 10Jahre Venn

bei Raffelsbrand wird aufgestellt.
Kreuz 1991 1

Kreuz 1991 2

Kreuz 1991 3

Gedicht zum Merkener Kreuz am Wegesrand
von Hein Schwalbach (13.11.1995)2009 03 28 17 11 01

Dort wo die Eifelwinde weh´n,
dort wo die Welt besonders schön,
dort steht ein Kreuz am Waldesrand
am Wanderweg bei Raffelsbrand.

Fünf Freunde stellten es dort hin
Mit fröhlich, frohem, frommem Sinn.
Am Pilgerweg zur Richelsley
auf halbem Weg es Mahnung sei.

Hier ist der Weg erst halb zum Ziel,
doch ist die Hälfte noch nicht viel.
Du willst doch mal am Ziele steh´n,
dann musst du ganze Wege geh´n.

Die Ziele, die du hast im Leben,
sollst du dir immer selber geben.Hast du sie mal sehr hoch gesteckt,
wenn dich dein eig´ner Mut erschreckt,
dann halte durch und gib nicht auf,
versuche es beim zweiten Lauf.
Der erste geht schon mal daneben,
so ist´s nun mal im Leben eben.

Nimm Freunde mit auf deinen Weg,Venn 224
und jeder harte, steile Steg
wird dir so leicht, du fühlst dich frei,
hast gute Freunde du dabei.

Doch geht es dir einmal nicht gut,
bist traurig und verlierst den Mut,
denk an das Kreuz am Waldesrand,
am Wanderweg bei Raffelsbrand.

Fünf Freunde stellten es dort hin,
mit fröhlich, frohem, frommem Sinn.
Hier oben bei den Eifelwinden
wirst du stets Trost und Ruhe finden.

2015 06 28 25Jahre KiV Supersonntag