Wie heute bekannt wurde, wollen die Dürener Ratsfraktionen von CDU und FDP über 400.000,- Euro zur Sanierung des Lehrschwimmbecken (LSB) Merkens in den kommenden Doppelhaushalt einbringen.

Seitdem der Schaden Anfang 2010 am Beckenkörper auftrat, versuchten die IG Merken sowie Wilfried Prescher von der CDU Merken durch zahlreiche Gespräche mit Verwaltung und Politik, das LSB zu retten. Zunächst schien dies auch sicher zu gelingen.
Als sich dann die Dürener CDU-Ratsfraktion plötzlich aus nicht wirklich nachvollziehbaren Gründen gegen die Sanierung aussprach, stand die CDU Merken vor einer Zerreißprobe. Der Vorsitzende Jörg Esser verließ unter Protest aufgrund dieses Vertrauensverlustes die Stadtfraktion und die aktiven Mitglieder standen kurz vor dem Schritt, ihre Arbeit in Merken einzustellen.

Die Verwaltung kam dann noch auf die suboptimale Idee, das LSB zu einer Gymnastikhalle umzubauen und der Rat stimmte dem am 15.12.2010 zu.

Dass man sich nach zwei Jahren nun doch für eine Sanierung ausspricht, hat verschiedene Gründe: 
Zum einen wurde aus Merken weiter politischer Druck ausgeübt, da zwischenzeitlich auch noch die Mehrzweckhalle und die Altentagesstätte geschlossen wurden und die Feuerwehr nicht in ihrem maroden Gerätehaus bleiben konnte. Und es fanden weiterhin aufklärende und konstruktive Gespräche mit den Fraktionsspitzen von SPD, CDU und dem Vorstand der IG Merken statt.

Zum zweiten schlossen sich die hallennutzenden Vereine zusammen und veranstalteten gemeinsam mit der IG am 05.11.2011 eine Kundgebung vor dem Dürener Rathaus. Diese, vom Vorsitzenden des SV Merken Thomas Palm organisierte Kundgebung, zeigte klar, dass wir als Stadtrandbezirk nicht ausschließlich benachteiligt werden wollen. Sie machte aber auch deutlich, dass Merken zusammensteht und etwas erreichen will.
Aus dieser Veranstaltung heraus entstanden schnell konstruktive Gespräche zwischen Bürgermeister Larue und Vertretern der Arbeitsgruppe MzH Merken unter Führung von Hans-Günter Berg. Diese wurden über den Winter intensiv fortgeführt und die Verhandlungen für eine Hallenübernahme durch einen Trägerverein sollen bis Ostern zu einem positiven Abschluss geführt werden.

Eine solch gute Aussicht brachte die Politik wieder auf den Plan: Wenn es gelingt, die MzH zu retten, dann braucht man das LSB nicht umzubauen. Zwischenzeitlich hatte der Dürener Rat auch aufgrund der Merkener Proteste erkannt und auch öffentlich bekundet, dass Merken eine vernünftige Perspektive braucht.
So wurde nun die Ankündigung veröffentlicht, über 400.000,- Euro für die Sanierung des LSB einzuplanen.

Allerdings haben das jahrelange Engagement und die nun wahrscheinlich bevorstehenden Erfolge auch Schattenseiten: Sollten die Mehrzweckhalle und das Lehrschwimmbecken wirklich gerettet werden, dann kommt auf die Merkener Vereine erhebliche Verwaltungsarbeit zu - Eigentlich eine kommunale Aufgabe. 
Trotzdem sind alle Beteiligten einer Meinung: Merken gibt sich nicht auf!

2012 03 21 DZ LSB